Spedition zahlt nicht? Wir kaufen Ihre Forderung.

Bei Transportschäden durch Speditionen geht es oft um hohe Beträge: Palettenware, Maschinen, Industriegüter. Die Haftung von Speditionen ist im HGB geregelt und auf 8,33 SDR pro Kilogramm begrenzt (ca. 10 Euro/kg). Bei schwerer Ware kann die Haftungsgrenze den tatsächlichen Schaden abdecken, bei leichter, hochwertiger Ware (Elektronik, Präzisionsteile) bleibt ein großer Teil beim Versender hängen.

Wir kaufen strittige Forderungen gegen alle Speditionen: DB Schenker, Dachser, Kühne+Nagel, Hellmann, Rhenus und alle weiteren. National und international. Sofort Geld, kein Risiko.

Speditionsschaden nicht reguliert?

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Warum Speditionen bei Transportschäden nicht zahlen

Speditionen lehnen Schadensmeldungen aus verschiedenen Gründen ab. Der häufigste: Die Haftungsgrenze nach HGB begrenzt die Entschädigung auf einen Bruchteil des tatsächlichen Warenwerts. Dazu kommen formale Einwände wie fehlende Schadensprotokolle, Fristüberschreitungen oder der Verweis auf eigene AGB. Bei internationalen Transporten wird zusätzlich auf die CMR-Konvention verwiesen, die eigene Haftungsregeln mitbringt.

Haftungsgrenze nach HGB: 8,33 SDR/kg

Das Sonderziehungsrecht (SDR, englisch: Special Drawing Right) ist eine Währungseinheit des Internationalen Währungsfonds. Im deutschen Frachtrecht begrenzt es die Haftung des Frachtführers auf 8,33 SDR pro Kilogramm des beschädigten Gutes. Umgerechnet entspricht das aktuell etwa 10 Euro pro Kilogramm.

Ein Rechenbeispiel: Eine Palette mit 500 kg Gesamtgewicht ergibt eine maximale Haftung von rund 5.000 Euro. Liegt der tatsächliche Warenwert bei 20.000 Euro, bleibt eine Lücke von 15.000 Euro, die der Versender selbst tragen muss. Diese Haftungsgrenze entfällt nur bei qualifiziertem Verschulden der Spedition (Vorsatz oder Leichtfertigkeit).

Internationale Transporte und CMR

Für grenzüberschreitende Straßentransporte gilt die CMR-Konvention (Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route). Die Haftungsgrenze liegt ebenfalls bei 8,33 SDR pro Kilogramm Bruttogewicht. Wichtig: Die CMR-Verjährungsfrist beträgt nur ein Jahr ab dem Tag der Ablieferung. Bei Totalverlust beginnt die Frist 30 Tage nach Ablauf der vereinbarten Lieferfrist. Internationale Transportschäden müssen daher besonders zügig gemeldet und verfolgt werden.

Schadensprotokoll bei Palettenannahme

Bei Anlieferung von Palettenware ist das Schadensprotokoll entscheidend. Werden äußerlich erkennbare Schäden nicht direkt bei der Übergabe auf dem Frachtbrief oder Lieferschein vermerkt, wird die Spedition später behaupten, die Ware sei in einwandfreiem Zustand übergeben worden. Verdeckte Schäden (nicht äußerlich erkennbar) müssen innerhalb von sieben Tagen nach Ablieferung schriftlich angezeigt werden. Ohne Schadensprotokoll wird die Durchsetzung deutlich schwieriger, ist aber nicht unmöglich.

Ihre Optionen

Sie haben drei Wege, wenn die Spedition Ihren Transportschaden nicht reguliert:

  Selbst durchsetzen Gerichtlich durchsetzen Forderung verkaufen
Dauer Wochen bis Monate 6–18+ Monate 48 Stunden
Kosten Keine Anwalts- & Gerichtskosten Keine
Risiko Hoch, Ablehnung wahrscheinlich Mittel, Prozessrisiko Kein Risiko
Erfolgsquote Gering (< 20 %) Mittel bis hoch 100 % Auszahlung
Aufwand Eigene Recherche + Briefe Mandatierung + Nachweise 10 Min. Formular

Beim Forderungsverkauf treten Sie Ihren Anspruch an uns ab. Wir zahlen Ihnen dafür einen festen Kaufpreis, unabhängig davon, ob wir die Forderung später durchsetzen können. Das Risiko liegt ab diesem Moment vollständig bei uns.

Bei Transportschäden empfehlen wir, einen auf Transportrecht spezialisierten Fachanwalt hinzuzuziehen. Ein Anwalt mit Erfahrung in CMR, HGB-Frachtrecht und Speditionshaftung kann die Erfolgsaussichten am besten einschätzen.

Auf unserer Seite So funktioniert’s erklären wir den gesamten Ablauf Schritt für Schritt.

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Häufige Fragen

Spedition haftet nach HGB 425 ff. Was bedeutet das?
Nach HGB 425 ff. haftet der Frachtführer für Schäden am Transportgut, die zwischen Übernahme und Ablieferung entstehen. Die Haftung ist allerdings auf 8,33 SDR pro Kilogramm begrenzt (ca. 10 Euro/kg). Bei qualifiziertem Verschulden (Vorsatz oder Leichtfertigkeit) kann die Haftungsgrenze entfallen und die Spedition haftet unbegrenzt.
Spedition verweist auf CMR bei internationalem Transport. Was bedeutet das?
Die CMR (Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route) gilt für grenzüberschreitende Straßentransporte. Die Haftungsgrenze entspricht ebenfalls 8,33 SDR/kg. Wichtig: Die CMR-Verjährungsfrist beträgt nur ein Jahr. Melden Sie internationale Transportschäden daher zügig.
Schadensprotokoll bei Palettenannahme fehlt. Was tun?
Ein fehlendes Schadensprotokoll bei Anlieferung ist ein häufiges Problem. Die Spedition wird argumentieren, die Ware sei in einwandfreiem Zustand übergeben worden. Trotzdem muss die Spedition beweisen, dass der Schaden nicht während des Transports entstanden ist. Dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos und melden Sie ihn sofort. Wir prüfen, ob trotzdem Ansprüche bestehen.
Spedition bietet Haftungsgrenze an. Muss ich annehmen?
Nein. Ein Angebot in Höhe der Haftungsgrenze müssen Sie nicht akzeptieren. Prüfen Sie, ob qualifiziertes Verschulden vorliegt (z. B. offensichtliche Überladung, fehlende Ladungssicherung, Falschbehandlung). In diesen Fällen haftet die Spedition unbegrenzt. Wir kaufen auch Differenzforderungen, bei denen das Angebot unter dem tatsächlichen Schaden liegt.
⚠ Wichtiger Hinweis

Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung dar. Die VINDICO Claim Management UG (haftungsbeschränkt) bietet keine Rechtsberatung an und ist nicht als Rechtsdienstleister tätig. Jeder Schadensfall ist anders gelagert. Besprechen Sie Ihren konkreten Fall mit einem zugelassenen Rechtsanwalt, bevor Sie rechtliche Schritte einleiten oder Fristen verstreichen lassen.