Ware nass geworden beim Transport? So fordern Sie Schadensersatz.
Ihre Lieferung kommt an, und die Ware ist durchnässt. Kartons sind aufgeweicht, der Inhalt hat Wasserflecken, Elektronik zeigt Feuchtigkeitsspuren oder Möbel sind aufgequollen. Nässeschäden beim Transport sind besonders ärgerlich, weil sie oft einen Totalschaden bedeuten.
Die gute Nachricht: Bei Nässeschäden liegt die Haftung in den meisten Fällen eindeutig bei der Spedition. Denn der Schutz der Ware vor Witterungseinflüssen gehört zu den Grundpflichten des Frachtführers.
Warum Nässeschäden besonders gut durchsetzbar sind
Nässeschäden deuten fast immer auf ein Verschulden der Spedition hin:
- Undichte Ladefläche: Der Frachtführer ist verpflichtet, ein geeignetes, dichtes Transportmittel zu verwenden. Ein undichter Auflieger ist ein klares Organisationsverschulden.
- Ware im Regen be- oder entladen: Wenn Ware während der Be- oder Entladung ungeschützt Regen ausgesetzt wird, liegt die Verantwortung beim Frachtführer oder Umschlaglager.
- Fehlende Schutzmaßnahmen: Bei empfindlicher Ware müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden, z. B. Abdeckplanen, geschlossene Fahrzeuge oder Trocknungsmittel.
- Qualifiziertes Verschulden: Da die Vermeidung von Nässeschäden zu den Grundpflichten gehört, liegt häufig qualifiziertes Verschulden vor, mit der Folge, dass die gesetzlichen Haftungsgrenzen entfallen.
Was Speditionen bei Nässeschäden einwenden
- „Die Verpackung war nicht wasserdicht“: Der Frachtführer schuldet den Schutz der Ware vor Witterung. Eine nicht wasserdichte Verpackung ist kein Freibrief für den Transport auf offenem Lkw oder mit undichter Plane.
- „Kondenswasser ist höhere Gewalt“: Kondenswasserbildung ist ein vorhersehbares Risiko bei Temperaturschwankungen. Ein professioneller Frachtführer muss entsprechend vorsorgen.
- „Wir können nichts für das Wetter“: Regen ist kein unvorhersehbares Ereignis. Der Frachtführer muss sein Fahrzeug und seine Logistik darauf einstellen.
Lassen Sie sich beraten
Nässeschäden sind rechtlich oft gut durchsetzbar, weil sie klar auf ein Versagen der Spedition hindeuten. Lassen Sie sich von einem Rechtsanwalt beraten, der prüfen kann, ob qualifiziertes Verschulden vorliegt. Die Durchsetzung auf dem Rechtsweg dauert häufig 6–18+ Monate.
Wichtig: Dokumentieren Sie den Schaden sofort mit Fotos. Halten Sie nasse Verpackungen und Ware auf, bis der Fall geklärt ist. Melden Sie den Schaden unverzüglich schriftlich bei der Spedition.
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Bei Transportschäden empfehlen wir, einen auf Transportrecht spezialisierten Fachanwalt hinzuzuziehen.
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